21.11.19  18:30 Uhr  Werner Herrmann

Ecuador & Galápagos  auf der Straße der Vulkane

Die „Freunde des Abenteuermuseums e.V.“ und NABU Landesverband Saarland laden am Donnerstag, dem 21. Nov. um 18:30 Uhr zu einer Live-Fotoreportage über Ecuador und Galápagos in das Waldinformationszentrum Forsthaus Neuhaus ein. Referieren werden die in Quierschied wohnhaften Silvia und Werner Herrmann. Nachdem beide in den letzten Jahren viele ungewöhnliche Reisen nach Afrika unternommen hatten, lag ihr Fokus 2015 auf Ecuador, einem der kleinsten Staaten Südamerikas. Denn dieses von Erdbeben und Vulkanausbrüchen geschüttelte Land bietet eine faszinierende Vielfalt auf kleinstem Raum, sowohl kulturell als auch landschaftlich. 

Die beiden saarländischen Abenteuerfreunde starteten an der steilen Ostflanke der Anden mit einem Abstieg ins Amazonsbecken. Bereits hier durchquerten  sie verschiedene Klimazonen von den Wiesen des obersten Páramos durch schwer durchdringbare Nebelwälder bis hinab ins Amazonstiefland. Dieser weitgehend unerforschte Tropenwald hat eine unermesslich reiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Beiden hatten das Glück, so manchen Schatz wie zum Beispiel Ozelot, Tapir oder Tukan zu

entdecken. Die Gastfreundschaft der hier lebenden Quichua-Einwohner war beeindruckend.

„Zurück in den Hochanden mussten wir die geplante Route ändern, denn kurz vor dem Start der Reise waren die oft beschriebenen Naturgewalten Ecuadors harte Realität geworden“, berichtet Werner Herrmann: „der Vulkan Cotopaxi war ausgebrochen, überdeckte weite Landstriche mit einer dicken Ascheschicht. Menschen und Tiere mussten evakuiert werden, Sperrung des Gebietes. Zudem energische Proteste der indigenen Bevölkerung, brennende Autoreifen in der Hauptstadt Quito, Staatspräsident Rafael Correa innen- und wirtschaftspolitisch unter Druck, Ausnahmezustand in der Provinz Cotopaxi. Aber auch solche Situationen gehören zum Reisen. Letztendlich hatte sich die Lage auch wieder beruhigt, so dass wir die eisgepanzerten Vulkane Antisana (5.758 m), Chimborazo (6.268 m) und aus der Ferne auch den rauchenden Cotopaxi (5.900 m) bewundern konnten.“ In den Städten des Hochlandes, allen voran die geschichtsträchtige Hauptstadt Quito, verbirgt sich eine ungeheure kulturelle Vielfalt, die auf eine äußerst bewegte Vergangenheit des Landes hinweist. In diesen Städten pulsiert das Leben, besonders auf den an Farbenpracht kaum zu überbietenden Märkten.

Höhepunkt der Reise war der Besuch der rund 1000 km vor der Küste liegenden Galápagosinseln. Diese Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs. „Je mehr Inseln man besucht, desto deutlicher wird einem die Entstehungsgeschichte dieses Archipels“ berichten die beiden Referenten. Außergewöhnliche Voraussetzungen und ein exzentrisches Klima ließen hier eine einzigartige Natur wie aus einer längst vergangenen Zeit entstehen. Blaufußtölpel, Riesenschildkröten und urzeitliche Meeresechsen lassen sich hier nicht aus der Ruhe bringen. Mit Seelöwen gemeisam zu schwimmen und zu schnorcheln ist und bleibt ein unvergessliches Erlebnis. Hiervon tief beeindruckt werden Silvia und Werner Herrmann am 21. Nov. im Waldinformationszentrum interessante Geschichten und Bilder von einzigartigen Landschaften und einer ungeahnt vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt präsentieren. Der Eintritt ist frei.

 

 

 

 

 

 

 

Der Eintritt zu diesen Vorträgen ist frei. Gerne darf für ein soziales oder humanitäres Projekt gespendet werden.

Die weiteren Vorträge :