Donnerstag, 26.04.18   19:00 Uhr
    Werner Herrmann

 

Uganda, die Perle Afrikas

 

 

 

Warum ausgerechnet Uganda? Bis heute bringen viele Menschen immer noch düstere Schlagzeilen und Erinnerungen mit diesem Land in Verbindung: Obode und Idi Amin, Flugzeugentführung in Entebbe, Flüchtlingsströme aus Ruanda, Kongo und Sudan und in jüngster Vergangenheit Ebola. Doch die Afrika-Kenner  Silvia und Werner Herrmann aus Quierschied konnte das nicht abschrecken. „Das Uganda von heute ist eines der schönsten und interessantesten Länder, das wir bei unseren vielen Afrikareisen kennen gelernt haben.“

 

Im Rahmen der Reihe „Fremde Länder, Kulturen und Menschen“ nehmen die beiden Freunde des Abenteuermuseums die Besucher am Donnerstag, 26. April, 19 Uhr, im Bildungszentrum in Kirkel mit auf eine virtuelle Reise.

 

„Eine Begegnung mit den Berggorillas in den Bergregenwäldern Ugandas, im Grenzgebiet zum Kongo und zu Ruanda, war schon lange unser Traum!“ Und der sollte Wirklichkeit werden: nach stundenlangem Fußmarsch durch den Dschungel standen sie plötzlich vor ihnen, den sanften Riesen. „Es sind Giganten, so souverän! Sie ließen sich durch uns überhaupt nicht aus der Ruhe bringen“, erzählt Werner Herrmann. „Und wenn die sich bewegen, dann bebt die Erde!“

 

Doch diese Berggorillas sind längst nicht alles, was Uganda zu bieten hat. Der westliche Arm des Großen Afrikanischen Grabenbruchs durchquert das Land von Süd nach Nord und ist Garant für extreme Landschaften mit einer ungewöhnlichen Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Entlang dieses Grabenbruches liegt zwischen dem Victoriasee, den Virunga-Vulkanen und dem geheimnisvollen Ruwenzori-Gebirge ein grünes, dicht besiedeltes Land mit faszinierenden Menschen und einem bunten, pulsierenden Leben links und rechts der ruppigen Straßen. Der Weiße Nil durchfließt  das Land vom Süden bis zum Norden und die Nationalparks beeindrucken nicht nur mit ihrem Tier- und Pflanzenreichtum sondern auch mit einer überwältigenden Schönheit der Landschaft.

 

Wegen der malerischen Seen und Flusslandschaften tauschten die Beiden häufig den Jeep gegen ein Boot ein, um mit viel Zeit und Geduld außergewöhnliche Tierbeobachtungen an den unzugänglichen Ufern des Nils zu machen. Meistens schlugen sie ihr Zelt an besonders schönen Stellen in der Wildnis auf. „Die Nächte im Zelt sind immer ganz besondere Erlebnisse, denn Löwengebrüll gepaart mit Hyänengeschrei und vielen anderen undefinierbaren Geräuschen lässt auch den abgebrühtesten Afrikareisenden im Zelt erschaudern.“ Aber nach einigen Tagen ohne sanitäre Anlagen genossen sie genauso gerne auch mal den Luxus einer Lodge in exponierter Lage mit einer atemberaubenden Aussicht über den Queen Elizabeth Nationalpark.

 

Werner Herrmann wird seine beeindruckenden Fotos mit vielen Anekdoten und Erlebnissen in Kirkel bei freiem Eintritt live präsentieren. Spenden werden für den Aufbau und die Unterstützung zweier Schulen in Uganda gerne angenommen.